merker,
der
;–/-Ø
.1.
ad-hoc-Bildung für ›Gott‹.Belegblock:
Gille u. a., M. Beheim
156, 36
(nobd.
, 2. H. 15. Jh.
): Mein geng, mein steig, du merkest, | ewiger merker, als ob du | all deiner creatur, darczu | himel, erd vergessest und nu | allain merkst mein geverte.
2.
s. merken
I, 5.3.
›Person, die Liebende beobachtet, Späher‹; zu merken
I, 5.Bedeutungsverwandte:
vgl. aufseher
ausspäher
2
gucker
melder
Belegblock:
Matthaei, Minner. I,
1, 1506
(Hs. ˹nalem.
, 1459
˺): hoͤrt uff, es ist genuͦg, | der mercker sich es ze unfuͦg!
Ebd.
4, 210
: was moͤchten dan mir die mercker tain, | ob mir das gluͤck wird berait | das uß dem tröm wird ain wärhait?
Klein, Oswald
20, 57
(oobd.
, 1415
): so ist so vil der merker schal, | die uns verdencken uberal | mit snödem ticht in schanden tal.
Ebd.
62, 30
(1417
?): halt dich gar taugen | vor falscher merker sag.