Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Besser du leidst ein kleinen schaden, | Denn das du soltst in groͤsserm baden.
Welch Man mit solcher wirdt beladen, | Der muß sein tag im vngluͤck baden.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
dy cleine schaden | Vorchten, set, dy werden baden | In grozern schaden.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
da von sich vleiz | Badins daz vil reine wib | Sulcher zit den iren lib.
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
46, 7
(
omd.
,
1487
):
Jn eÿnem bau̇mgartten. darJn sich das obgemelte weipp pflag zcu waschen adder baden.
Er ist alber / Batt ynn hosen
[Kommentar ebd. S. 671].
Luther. Hl. Schrifft.
2. Mose 2, 5
(
Wittenb.
1545
):
die tochter Pharao gieng ernider / vnd wolt baden im wasser.
DEr Gerecht [...] wird seine füsse baden in des Gottlosen blut.
Gille u. a., M. Beheim
111, 307
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Also waz sy [juncfraw] im selb her nǎch | all wegen auss warten und ach | [...] |Baden, wischen und eczen.
Weitz, Albich v. Prag
171, 23
(Hs. ˹
nobd.
,
2. H. 16. Jh.
˺):
ir scholt euch paden in eyner wannen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Nürnb.
1631
):
wer das Kindlein will Baden, | [...] | Der muß ein keusches Hertz haben.
Benzenhöfer, Rupescissa. Consideratione.
1989, 179
(
nalem.
/
rhfrk.
,
1438
/
40
):
setze daz geschirre in den hafen oder kessel mit wasser zu baden.
Karnein, Salm. u. Morolf
254, 12
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
kunig, dzu solt din fraue baden | niit me dan vor fremde minne.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Maria zoch ir kindelin | Mit sachen als die solten sin: | Heben, legen, soͮgen, baden.
Adrian, Saelden Hort
1574
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
ze hertzen solt es [kind] dik laden, | in froden richen trehen baden.
Koppitz, Trojanerkr.
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Dü stoltzen ross müsten baden | In schume und och in schwesse.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs.
v. 1449
):
der mechtig kayser Constantinus [...] bat aller weysen maister rat; die rieten, er sollte baden in kindlinen blut, so wert er gesund.
Morrall, Mandev. Reiseb.
26, 10
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
da badet man im sie [frowe] und leyt ir gewand an das gar kospar ist.
ain wenig hin uff da badent sich die cristen gemainlich.
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
(
schwäb.
,
v. 1542
):
zu weychennachten was es so warm, das etlich in der Rot batent von wunders wegen.
sprangen etliche der vnserigen ins Moͤhr hinauß vnd badeten.
Die hennen baden sich im staub / oder in der aschen. [...]. Er ist ein wenig zu heiß gebadet. [...]. Er ist bald im harnisch. [...]. Wer in allen Pfützen badet / kompt er nicht in Franckreich / so muß er doch das bad außgiessen.
Was hilfft den Raben das baden? er bleibt dennoch schwartz. Wann man einen Mohren gleich sein lebenlang badet / so kan man jhn doch nicht weiß waschen. Wenn die Enten bey hauffen baden vnnd quetschen / so folgt gern ein regen. Wenn man die Saw gleich badet / so will sie doch wider in den koth. Wer vil badet / der wirt offt gezwagen. Wer am lengsten badet / der lebt am lengsten. [...]. Wer erst einsteiget / der badet erst auß.
Mollay, H. Kottanerin
19, 15
(
moobd.
,
1439
/
40
):
do ward mıͤr ıͤr gnad sagen, wie sie dy fraun von Ofen gepetten hieten in einer wannen.
do stuend ich frue auf vnd padat den edelen kung vnd richtat in zu.
Ain ainige sêl regiert alle glider des leibs, [...] sicht, hört, empfindt, schmeckt, gêt, stêt, gedenkt, vernimbt, verstêt, ist, trinkt, padt, wacht und auch im schlaf nit feirt.