Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
der romesche konigh hat den ersten herschilt. [...] de vrien heren den vierden. § middel vrien den viften. § denestman den sesten.
denne sal sin vrowe [...] sin beste pert vnde sin beste harnsch vnde sin beste swert sime heren geben, ob her eyn dienestman was.
den sember vrien gift man tach ses wochen, den mittel vrien vier wochen, deme deinstmanne vnd allen luͦten zuͦ wochen.
let eyn len vorste sinen denestman vri, der von ritheres art ist.
dar suͦlen se ire offene breuͦe senden mit ireme Jngesegele bi ireme angeboren dienstmanne.
DEs riches dienstman vnde ouch der vorsten ne mogen nicht ober greben noch ober vrien ortele vinden noch gespechen der drier dinge, dar iz in an ir lip oder an ir ere oder an ir guͦt gat.
Lehenman. feodalis od’ lehenfrawe. od’ dinstman. feodarius.
Koller, Ref. Siegmunds
Var. (Hs. ˹
Basel
,
um 1440
˺):
vil graven, fryen, ritter und kneht
[Var. G; Hs. 16. Jh.:
dienstleüt
]
die sint abgetretten, die nuͦ oͮch zwing und benn hant.
Geier, Stadtr. Überl.
(
nalem.
,
1397
):
Und gebieten dorumb allen und iglichen fúrsten, geistlichen und werltichen, grafen, freien, herren, dinstleuten, rittern, knechten amptleuten, burgermeistern, reten und burgern gemeinlich der stete, [...], das sie [...].
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
man sprichet [...]: ,des kaisers dienste man ist groͤsser denne ein grâf‘.
Die herschaft von Oͤsterrich hat och uss genomen und vor behept alle die herren, stette, lender und luͥte, zuͦ den sie vormales mit eiden oder mit briefen verbunden sint, und alle ir man, dienstman, burgman und diener und ir landstette.
Leisi, Thurg. UB
7, 637, 22
(
halem.
,
1388
):
etlich, die abt Cuͦnen dienstmannen warend.
raͮt, den wir in unserm capitel mit unsern lieben und getrúwen raͤten und dienstlúten menigvaltenklich darumb hetten.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1353
):
darumb gebieten wir allen unsern grafen, freyen, dienstläuten, rittern und chnechten, steten und märgten und gemainleichen arm und reichen.
Roth, E. v. Wildenberg
(
moobd.
,
v. 1493
):
des fürsten understuͦnden sich ein herr von Abensperg und ein herr von Laber und auch etlich dinstlewͦt von Obern-Beirn und regirten den jungen fursten nach irem gefallen.
Rintelen, B. Walther
10, 20
(
moobd.
,
1552
/
8
):
ob dann gleich der Grundt bei seiner Innhabung besser wirdt, so mag doch der Grundherr derwegen keinen neuen Grundtdienst darauf schlagen [...], sonder er ist den Dienstman bei dem alten Dienst beleiben zu lassen schuldig.
Piirainen, Stadtr. Sillein
54b, 24
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
Er [bischolf] legt auch aus daz recht daz der dynstman pei freien weibern chein tochter vrei moͤcht gewinnen.