görpsen,
V.
›rülpsen, aufstoßen‹; möglicherweise auch: ›sich erbrechen‹.
Bedeutungsverwandte:
,  1, ; vgl.  8, , , .
Wortbildungen
görps
›Rülpser‹ (dazu bdv.: , , , ),
görpser
›männliche Person, die rülpst‹,
görpserin
.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Ructuare. Goͤrpsen koppen reusen reupsen [...] Ructus. Kopp goͤrps reuse.
Harsdoerffer. Trichter (
Nürnb.
1648
):
Goͤrpsen / kroͤltzen.
Sudhoff, Paracelsus (
um 1520
):
es hebt an ein grimmen und reißen im bauch, zeucht die ingweid zusamen. krümpt die glider in einander, [...], fürdert zum erbrechen, zum gorpsen, endert den harn.
Maaler (
Zürich
1561
):
Goͤrpsen sind ein anzeigu͂g d’ vertoͤuwu͂g. [...]. Goͤrpsen / Einen goͤrpsen oder koppen lassen / Etwar eyn goͤrpsen. [...]. Goͤrpsen des man schmoͤckt das einer vogel habe gessen. [...] Blůt so einer im Goͤrpsen außwirfft. [...]. Ein kraut das Goͤrpsen machet. [...]. Kraut dz im Goͤrpsen eine͂ boͤsen gschmack gibt / als knoblauch. [...] Goͤrpser (der) Ructata. Goͤrpserin (die) Ructatrix.