helhund,
hellehund,
der
;-es/-Ø
.1.
als Bezeichnung für den Teufel (nur im Sing.), daneben selten als Schimpfwort für (aus der Sicht der Textverfasser) gottlose, böswillige Menschen (z. B. für Heiden); Syntagmen:
etw.
(Subj.) den h. bedeuten
; der h. sich js. freuen, sich aufblähen, wo liegen, die hellehunde jn. abfüren, erfreut werden
; der böse / verfluchte h.
; des helhundes boten / list
.Belegblock:
Diu horn bediutent, hœrâ waz: | den hellehunt der durch sin haz | gît widersaz | dem gotes maz.
Das pös alt weib spricht zu dem teufl sathanas: | Wisse, du pöser hellehund.
Da aber die schlang [im Paradys], der Hellen hund, | Dem menschen söllichs heil verbuntt.
Lucifern er [Jesus] do pant | und warf in in der helle grûnt; | da leit er noch der hellen hunt.
2.
›Cerberus; dreiköpfiger Hund, der in der griechischen Mythologie den Eingang zur Unterwelt bewacht‹; daneben in christlichen Texten: ›Bewohner / Dämon der Hölle, Diener des Teufels (wohl auch in Anlehnung an die antike Mythologie in der Gestalt von Hunden)‹; Belegblock:
als nun der dreiköpfig höllhund Cerberus irer
[der Seele]
ansichtig ward, lief er mit so großem grimmen auf sie, daß er die kettin [...] abriß. die ungetrewen hellhund | wolten in diser laug zestund | sant Peter hin [zuo der helle] gefüeret han.
Voc. Teut.-Lat.
o ijv
.