menschenlere,
die
;
–/-Ø
.
›eitle Lehre, selbstbezügliche nichtige Weisheit, angesichts des
evangeliums
, des
wortes gottes
als z. B.
abgötterei
1; 3,
drek
1,
finsternis, gift
(
die
) 5,
irsal
2,
ketzerei
1,
lüge
3,
schwärmerei, tod
4,
unflat
abgewertetes menschliches Lehrwissen‹;
zu  1,
2
 4.
Wortbildungen
menschenlerer
(dazu bdv.:  2).

Belegblock:

Luther, WA (
1522
):
drumb ist er
[Weinberg]
vorlassen den menschen lerern, [...] das ist werckheyligen.
Ebd. (
1428
):
die menschen lere, so aus menschen kopff und gehirn kömpt und ertichtet ist.
Ebd. (
1540
):
Man kan Gottes gebot nicht halten, wo man mit Menschen lere Gott dienen wil.
Ebd. (
1545
):
Ein hart mercklich wort ist das das ausser Gottes wort alle menschen lere so gar verdampt sind, das sie heissen der Gottlosen Rat.
Ebd. (Hs.:
n. 1541
):
Menschen lehr [...] ist eitel vnflat, tod vnd teuffel, da hutte dich fur.
Sachs (
Nürnb.
1565
):
Darauff er [der gottloß] frey und sicher sey, | Durch menschenlehr und schwermerey, | Samb sey gotts wort grund-ungerecht.