metapher,
Subst.;
lat. Flexion.
›Metapher, Tropus, durch den zwei Bezugsgegenstände in ein Vergleichsverhältnis gesetzt werden‹; je nach Vergleichskriterium im einzelnen: ›Tropus mit tieferer Bedeutung‹; ›Tropus mit verfälschender Bedeutung‹.
Belegblock:
die groben Juden stossen und ergern sich hieran, das sie das wort ,Essen‘ nicht koͤnnen verstehen, welches ein gering ergernis ist und ist ein gemeine figura Metaphora und weise zu reden. als wenn wir Deudschen sagen: [...].
ob sie [Ketzer] [...] einiche rede fynden moͤchten / die dieser rede gleichfoͤrmig sey / vnd aber nit nach jrem artlichen vnd eigentlichen syñ / sonder Metaphorisch vnd figurlich verstanden werde.
das sie dardurch auch disse gantz Heitere wort des Herrn / von jrem rechten vnd eygentlichem syñ / vff eynen Metaphorischen / Figurlichen vnd frembden verstandt [...] überzwergs ziehen.
Es were dan etwas das soͤlchem sinn widerstunde / vñ vns zwünge zum Metaphorischen oder Tropischen siñ zu fliehen / Das hie nit ist / Sonder es zwyngen vns die vorgehende vnd nachfolgende wort fil mehe bei dem schlechten vnd eigentlichen siñ der wort / nach dem Buͦchstaben / zu blieben.
darumb David die metaphoram mit großer anzeigen gefurt hat mit dem Jordan und mit dem mer.