sulen,
sulgen,
V.;
zur etymologischen Einordnung und zum Verhältnis der Formen s. (mit
Hier wird ein einziges Stichwort mit zwei Bedeutungspositionen angesetzt (unsicher).soln
); 1293 (mit sulgen
und süln
; dort Verweis auf soligen, sulgen
); (mit suhlen / sühlen
); 1044 (mit 1
sulchen
/ 2
sulchen / sülchen
sowie mit 1
sulen
/ 2
sülen
); (mit sülen
); 846 (mit sulchen
); Splett, Ahd. Wb.
(mit 1, 2, 894
[bi]sullen
und solôn
).1.
›etw. (konkret Gedachtes) beschmutzen, besudeln‹; bildlich: ›sich in seiner Schuld suhlen, wälzen‹; ütr.: ›etw. (z. B. die sele
) beschmutzen, besudeln‹.Wortbildungen:
sulchen
sule
Belegblock:
Daz di sunde sunder wanc | An des armen menschen danc | Slinget in di sele sin | Und si sulget als ein swin.
Wolan, solche lassen wir jnn jrem unflat sulen, waltzen und weiden, wie lange sie wollen.
Du hast das Westerhembd gesuhlet. Das heist das Schuldtopffer Christi gahr wegnemen.
Kumit iz daz der mensch willeclich | Und von gewisser bosheit sich | In sunden sulget als eyn swin, | Daz in dem phule jo wil sin.
Sul heringsul fischsul. Salsugo. salina saltzwasser.
zwen gesellen dir nachslichen | Und dir dein palk gar rain zustrichen | Und in dem dreck sulten hin und her?
2.
›jn. körperlich und psychisch hart traktieren, schlagen, quälen‹; ›seinen Glauben quälend prüfen‹.Belegblock:
Der mensch pruffe aber sich selbs
; dazu Glosse:
Sich selb pruffen, ist seyn glawben sulen vnd nicht die andern richten odder verachten. da er dieser sulerey auch verdroßen, wechselt er solchen dienst abermahl umb.
welch man der regel dann enpirt | und ist versumt in rechtes schul, | der wirt in Flegetontis pful | gesult mit manchen plagen hart.
[ich] wil sie suͤlen vnd pfregken / | Vnd stossen von den winckeln in die egkē.