Quint, Eckharts Pred.
272, 6
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
daz sie niht enhaben innicheit noch andâht noch süezicheit noch sunderlîchen trôst von gote.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501 ff.
):
Mit andacht sollet er diß schawen | Und in alle uwern tagen | Jhesu sin crucze helfen tragen.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
so sie werden sat, | Nicht andacht in en entstat, | Sundir haz, zorn, trunkenheit, | Uber mut mit unkuscheit | Uben sie.
so schol er daz hertz vf heben vnd di andaht vf zihen zv got.
Asmussen, Buch d. 7. Grade
73
(
nobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
Peten, lesen, trahten, | unser leben und gotes ahten, | tugent an uns zihen | und untugent flihen | und swaz uns ze andaht geraißen kan, | daz ist allez gut getan.
Gille u. a., M. Beheim
124b, 995
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
es machet, daz wir den hern Crist | gar lieb werden gewinnen, | Und daz selbig gedenken macht | ach in uns die rehten andaht. | daz ist, es macht uns innen | Ainn wal peraiten unde | geschikten wiln, czu würken die | werk, die got lob und er sind hie.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
14. Jh.
):
wesenliche andaht das ist ein gemuͤtlich anhangen Gottes mit einem bereiten gemuͤte, minnen und meinen alles daz Gotte zůgehoͤret, und das man sich innerlich Gotte verbunden habe und welle und meinen in allen dingen.
Illing, Albert. Sup. miss.
760
(
els.
,
n. 1380
):
daz wir enzúndent werdent mit minnen vnd zů dirre spise gont mit rehter andaht vnserz gemuͤte.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
2, 1719
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Als der mensche vnuerbildet ist, so ist er sin selbes gewaltig vnd [...] keret sich frilich sunder hindernisse zů gotte mit inniger andaht, mit hoher begirden, mit danke vnd mit lobe vnd mit einvaltiger meinungen.
Ruh, Bonaventura
338, 9
(
oschwäb.
,
2. V. 15. Jh.
):
Ze komen zů erleuchtung vnd glantz der warhait [...], sind die nachgeschriben: [...] vbergang in andachtt, inwiklung in glichung, vmfachung des kreutzes.
Schmidt, Rud. v. Biberach
36, 17
(
whalem.
,
1345
/
60
):
ist es zimlich, das vnser geist hin wider diemvͤteklich vnd suͤsseklich mit grosser danknemenkeit vnd andacht mit gotte rede.
in dem menschen enprv́nnet nút daz fur der andacht, want das fúr der vppikeit vnd vngeordenoter begirde
[in dieser Quelle ist die
andacht
Qualität der Erkenntnis: nur wenn sich
cognitio
und
devotio
‚Andacht‘ verbinden, besitzt der Mensch die angemessene Disposition zur Erfassung des Göttlichen].
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
dú drit jungfrowe haisset Andaht. dú schenket die suͤssen minn traͤhen.
Warnock, Pred. Paulis
9, 278
(
önalem.
,
1490
/
4
):
es ist wol ain fúchsine conscientz: summige werch, ain seltzne und kurtze rúw, ain gedichte, ungnůgsame oder glichsende bicht, das gebett on ufmerkung, die gehorsame ón andacht, das lesen on alles verston.
Wolf, Norm im sp. Ma.
42, 40
(
oobd.
,
1486
):
Also das der selen feindt, dy muessikeit, werd ausgeschlossen vnd das sy nit ausleschen den geist des heiligen gepeczs vnd der andacht.
Steer, Schol. Gnadenl.
6, 12
(
moobd.
,
15. Jh.
):
Dy höchst gab got des heyligen geyst wird ein gossen vnd geben yn warer rewung der su֔nd, ynn yeglicher emphaunge der heyligen sacrament, auch in aller v֔bung jnniger andacht vnd aussern tugentleichen wurchungen.