Non canunt: unser wonung ist hie, sed hic sumus im elend, non ,gasthof‘ canunt.
Sie dahten von den heiden | Mit des libes tode scheiden | Uz disem ellende | In die Gotes vroude ane ende.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Ez [etwaz, daz über daz geschaffen wesen der sêle ist] ist ein sippeschaft götlîcher art, ez ist in im selben ein, ez enhât mit nihte niht gemeine. [...]. Ez ist ein elende und ist ein wüestenunge und ist mê ungenennet, dan ez namen habe.
Ders., Eckharts Trakt.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
daz ellende oder diu armuot oder smâcheit, [...], daz ist dennoch allez nihtes noch engibet keinen vride.
Wir hain hie ruwe, sorge ind ellende, | by Gode is vreude sonder ende.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch
(
rhfrk.
,
um 1405
):
die da sint in dem dale des ellendes | Und uff der erden der arbeit.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
20, 13
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Ellende bauen alle leut auf erden. Von icht zu nicht müßen sie werden.
Gille u. a., M. Beheim
80, 160
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
weil wir hie leben so | sein wir rechtt als die pilgreim do | in dem ellend verainett | Von unsern herren und haimat.
Banz, Christus u. d. minn. Seele
2034
(
alem.
,
1. H. 15. Jh.
):
Die [XII botten] muͦstent er und güt lon | Und dürch got in das ellend gon.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
do ime vor gruwelte, daz gelust im nu, also smochheit, ellende, einoͤte, lidekeit, indewendekeit, demuͤtikeit, verworffenheit, abegescheidenheit von allen creaturen.
des selben solt du ledig sin und enkein sehen haben uf nút denne blos in den willen Gotz und in sinem willen din ellendig ellende ze lidende als lange als im behagt.
Die ime [...] nach volgent an uswendiger trostloskeit und an worem ellende von innen und von ussen von allem enthalt und sich blos haltent von aller minlichheit und annemlicheit, die koment [...] dar do das rich [...] funden wirt.
Eichler, Ruusbr. steen
379
(
els.
,
sp. 14. Jh.
):
allez ir innewendig leben ist zwiuel vnd wer, arbeit vnd ellende, wan sv́ ansehent zvͦ der rehten siten daz ewige leben.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
daz wir varent von dem ellende dirre welte in die vatterlichen hainmuͦt dez hýmelriches.
warumb ist der mensch auf erden? allein daß er mit vil ellend umbgeben werde; drumb ist er da, nit von wollust wegen.
Steer, Schol. Gnadenl.
5, 153
(
halem.
,
15. Jh.
):
also wirt si [sele] fry, vnd niemer wirt got froͤmde der sele doͤrt in dem vatterland, der er hie haimlich ist gesin im ellende.
Schmidt, Rud. v. Biberach
111, 11
(
whalem.
,
1345
/
60
):
du fuͤrst in von disem ellende zvͦ dem ewigen lon.
Stammler, Berner Weltger.
406
(
ohalem.
,
1465
):
üwer verschmaͤchte vnd ellende | Sol denne nemen ein ende.
Anderson u. a., Flugschrr.
2, 4, 26
([
Augsb.
]
1523
):
lernet Creütz tragen / sich selbs verachte͂ / schmach / armuͦt / vñ ellend duldñ.
Jaksche, Gundacker
(
oobd.
, Hs.
1. H. 14. Jh.
):
von dem valle sei wir noch | in dem ellende doh.
Klein, Oswald
10, 92
(
oobd.
,
um 1423
):
Freund, wiltu weisshait, tugent an dich breisen, | das la dich elend, armüt underweisen.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Als die fraw Haziga aus diesem ellend zu Got gieng.